Die Klimakrise wartet nicht – und wir auch nicht. Wir wollen die Chance nutzen, das Echzell der Zukunft zu schaffen: als Gemeinde, die Natur schützt, das Klima aktiv entlastet und Energie intelligent nutzt. Grüne Kommunalpolitik bedeutet für uns: Handeln statt zuschauen. Wir wollen unseren Wald widerstandsfähig machen, Echzell hitzeangepasst gestalten und auch selbst Energie erzeugen – für eine Gemeinde, in der Mensch und Natur im Gleichgewicht Leben.
Unseren Wald erhalten und als Lebensraum stärken
Unser Wald ist mehr als Holz: Er ist Wasserspeicher, Klimaregulator und Rückzugsort für Tiere und Menschen. Doch der Klimawandel setzt ihm zu –Monokulturen wie Fichten- und Kiefernwälder, wie sie zum Beispiel nordöstlich von Bisses bestehen, sind besonders gefährdet. Wir wollen unsere Wälder zukunftsfest machen:
Klimaresiliente, naturnahe Mischwälder aufbauen
Monokulturen – wie die gefährdeten Fichten- und Kiefernreinbestände nordöstlich von Bisses – sind besonders anfällig. Wir setzen daher auf den konsequenten Umbau zu artenreichen, robusten Mischwäldern. Dazu gehören:
• die gezielte Pflanzung klimaangepasster Laubbaumarten wie Eiche, Hainbuche, Elsbeere oder Nussbaum,
• die Integration vielfältiger Strauchschichten (z. B. Weißdorn, Hasel) zur Förderung der Biodiversität,
• weniger Rückegassen, mehr liegendes und stehendes Totholz sowie kleine Lichtungen, die natürliche Verjüngung ermöglichen,
• erneute Prüfung, ob ausgewählte Bereiche als Naturwaldflächen ausgewiesen werden können - zum Vorteil des Naturschutzes und als mögliche Einnahmequelle durch Ökopunkte.
Fördermöglichkeiten
Zur Finanzierung sollen bestehende Programme gezielt genutzt werden – etwa das BMEL- Programm „Klimaangepasstes Waldmanagement“, die Waldumbau-Förderungen des Landes Hessen oder gegebenenfalls LEADER- und Kommunalwaldprojekte.
Bevölkerung aktiv einbinden
Wir wollen den Wald stärker in den Mittelpunkt der Gemeinde holen. Baumpatenschaften, Pflanzaktionen mit Kitas, Schulen und Familien sowie eine ausgewiesene „Bürgerwaldfläche“ als Lern- und Begegnungsort sollen dafür sorgen, dass alle Echzeller:innen ihren Wald aktiV erleben können.
Naturnahe Gestaltung und Aufwertung von Flächen
Echzell soll grüner, klimaresilienter und artenreicher werden. Dafür wollen wir kommunale und private Flächen konsequent ökologisch weiterentwickeln.
• Kommunale Flächen entsiegeln:
Bei Sanierungen prüfen wir gezielt, wo Versiegelung reduziert werden kann – für bessere Wasserspeicherung, mehr Grün und mehr Artenvielfalt.
• Öffentliche Flächen aufwerten:
Durch heimische Blühflächen, Wildstauden und strukturreiche Habitate an Straßenrändern, Ortseingängen und Verkehrsinseln schaffen wir neue Lebensräume für Insekten und Kleintiere.
• Grünpflege ökologisch ausrichten:
Ein überarbeiteter Grünpflegeplan sorgt dafür, dass Pflegearbeiten die Biodiversität stärken statt beeinträchtigen.
• Streuobstwiesen erhalten:
Wir prüfen, wie die Gemeinde Pflege und Erhalt von Streuobstwiesen unterstützen kann – inklusive Nutzung geeigneter Förderprogramme.
• „Echzell entsiegelt“ – Anreize für Private:
Mit einem kommunalen Entsiegelungsprogramm wollen wir Eigentümer:innen motivieren, Schotter- und versiegelte Flächen in klima- und artenfreundliches Grün umzuwandeln.
Klimaschutz: CO2-Emissionen senken, Geld sparen
Echzell kann klimaneutral werden – wenn wir jetzt handeln. Noch fehlt ein Klimaschutzkonzept,
noch nutzen nicht alle kommunalen Gebäude Ökostrom. Das ändern wir:
• Klimaneutrale Kommune bis 2035: Alle neuen kommunalen Bauten werden klimaneutral errichtet, bestehende Liegenschaften Schritt für Schritt saniert. Geld sparen und das Klima schützen – beides geht.
• Klimaschutzmanager:in einstellen: Gemeinsam mit Nachbarkommunen schaffen wir eine Stelle, die Projekte koordiniert und Fördergelder akquiriert. Mehr Tempo, weniger Bürokratie.
• Fernwärme und Ladeinfrastruktur vorantreiben: Bürger:innen und Betriebe brauchen Planungssicherheit. Wir entscheiden zeitnah, ob Fernwärmenetze kommen – und bauen Ladesäulen für E-Autos & E-Bikes flächendeckend aus, auch in den Ortsteilen.
• Ökostrom nutzen: Wir setzen uns dafür ein, dass kommunale Einrichtungen und Gebäude mit 100% Ökostrom betrieben werden.
Klimaanpassung: Hitze, Dürre, Starkregen – Echzell rüstet sich
Die Klimakrise ist da: Hitzesommer, trockene Böden, überlastete Kanäle. Klimaanpassung darf kein Luxusprojekt sein. Sie muss jetzt in jedem Bauvorhaben und jeder Flächenplanung sozial verträglich mitgedacht werden. Wir bereiten unsere Gemeinde vor – mit klugen Lösungen statt Krisenmanagement:
• Hitzeschutz für alle: Ein Konzept schützt besonders Kinder und Senior:innen – etwa durch beschattete Spielplätze, kühle Aufenthaltsorte oder Hitze-Warnsysteme in Kitas.
• Entsiegelung als Klimaschutz: Weniger Beton, mehr Grünflächen und Blühstreifen kühlen unsere Orte natürlich. Jeder Quadratmeter zählt. Unser Programm “Echzell entsiegelt” soll die Bürger*innen hierbei unterstützen.
• Streuobstwiesen erhalten: Sie sind Hotspots der Artenvielfalt. Wir prüfen, wie die Kommune ihren Erhalt fördern kann – etwa durch Pachtmodelle oder Pflegehilfen. Energie: Selbstbestimmt, sauber, lokal
Energie ist teuer – und fossile Brennstoffe belasten das Klima. Echzell kann unabhängiger werden:
• Photovoltaik auf jedes gemeindeeigene Dach: Ob Kindergarten, Bürgerhäuser, Feuerwehr oder Bauhof –jedes Dach, das Sonne tanken kann, soll es auch tun.
• Windkraft prüfen – mit Bürger:innenbeteiligung: 1–2 Windräder im Echzeller Wald in der Nähe der Autobahn könnten die Gemeinde finanziell stärken und CO₂ sparen. Zustimmung der Bürger:innen vorausgesetzt!
Unser Versprechen: Wir setzen auf erneuerbare Energien –nicht aus Ideologie, sondern weil
sie bezahlbar, sicher und zukunftsfähig sind.
