Weitere ProjekteNeben diesen zentralen Feldern der Kommunalpolitik in Echzell wollen wir uns auch noch für weitere Projekte einsetzen: So stehen wir nach wie vor zu einer Neufassung der Hauptsatzung, dem Grundgesetz von Echzell, damit zahlreiche Befugnisse wieder zurück auf die Gemeindevertretung, dem Parlament von Echzell, übertragen werden. So kann es nicht sein, dass der Gemeindevorstand alleine Kredite aufnehmen kann, ohne das Parlament zu fragen. In diesem Rahmen können auch die zwingende Bürgerbeteiligung bei Investitionsentscheidungen sowie der Bürgerhaushalt verbindlich in der Hauptsatzung festgeschrieben werden. Nachdem in der Vergangenheit alle Straßen außer den Ortsdurchgangsstraßen zu Tempo 30-Zonen erklärt wurden, gilt es nun, sich für weitere verkehrsberuhigende Maßnahmen wie Spielstraßen sowie temporeduzierende Bepflanzungen oder Barrieren einzusetzen. Schließlich wollen wir uns dafür stark machen, dass in Form einer Informationsfreiheitssatzung alle Akten der Gemeinde öffentlich zugänglich gemacht werden mit Ausnahme von persönlichen Daten, Betriebsgeheimnissen und laufenden Verfahren, so dass jeder Bürger sich ein eigenes Bild von den Vorgängen in der Verwaltung machen kann. Der Kampf gegen den Rechtsextremismus ist mittlerweile in unser aller Bewusstsein gerückt. Auch Echzell ist anfällig für braune Menschenfänger, die Hass und rückwärtsgewandtes Denken in die Köpfe gerade junger Menschen einzupflanzen versuchen. Daher hat der Verein "Grätsche gegen Rechtsaußen" jegliche Unterstützung durch die gemeindlichen Gremien und politisch Verantwortlichen zu erhalten. Wir sehen uns dabei als Schnittstelle zwischen dem Verein und der Kommunalpolitik. Die bereits begonnene Arbeit des Ausschusses für Gemeindeentwicklung, Umwelt und Soziales zur Entwicklung umfassender Maßnahmen gegen Rechtsextremismus ist fortzusetzen. Dabei sind insbesondere die Kinder- und Jugendarbeit der Gemeinde kritisch einzubeziehen. Wichtig ist: Wir bleiben bei diesem Thema am Ball! Echzell hatte bis ins Dritte Reich hinein eine veritable jüdische Gemeinde. Dieses Wissen und die noch präsenten Erinnerungen verblassen von Jahr zu Jahr. Wir wollen daher die Aufarbeitung der langen jüdischen Geschichte Echzells angehen. Unserer Meinung nach zählt dazu die schriftliche Fixierung der Geschichte der jüdischen Gemeinde und insbesondere ihres Endes im Nationalsozialismus. Dies kann beispielsweise durch Stipendien an Studierende der Universität Gießen erfolgen. Ferner halten wird es für längst überfällig, ein öffentliches, würdiges Zeichen des Gedenkens an die ehemaligen jüdischen Bürger zu setzen. Schließlich ist eine bessere Beschilderung und würdigere Pflege der ehemaligen Orte jüdischen Lebens sicherzustellen. Auch an die Verlegung von so genannten Stolpersteinen ist zu denken. |